Bevor Helgoland 1897 das Licht der Welt erblickte, strahlten schon die Sterne so kampferprobter Vereine wie Germania 88, Viktoria 89, Britannia, Union, Preußen, Stern 89 und andere am Fußballhimmel. Den finanziell besser gestellten Vereinen gelang es schon damals, einen eigenen Platz zu pachten. In den Jahren 1897 bis 1941 spielten die Aktiven des Vereins mit wechselnden Erfolgen. In dieser Zeit unternahm man auch Reisen nach Leipzig, Prag, Magdeburg, Teplitz. Während des Ersten Weltkrieges in den Jahren 1914 bis 1918 konnte der Sportbetrieb nur recht mühsam aufrecht erhalten werden. 1926 vereinigte sich Helgoland 97 unter dem Namen T.S.V. Helgoland 97 mit der Tempelhofer Spiel-Vereinigung 23 die sich bereits 1924 mit dem Tempelhofer Fußballklub Borussia 06 zusammengeschlossen hatte. Die Helgoländer spielten aber nicht nur Fußball: 1909 gelang es, eine Kricket-Abteilung ins Leben zu rufen und in den Jahren 1926 bis 1930 war auch eine Box-Abteilung aktiv. Die führenden Männer dieser Zeit waren die Kameraden Wagenhaus, Hasenpusch, Jahn, Fuhl, Burgemann. Die sportlichen Erfolge bis zum Jahre 1941 waren recht wechselhaft. Die Höhepunkte hatte der Verein zweifelsohne in der Serie 1927/28 mit dem Aufstieg in die 1.Klasse und in den Jahren 1928/29, als die Mannschaft sogar den Aufstieg in die Kreisliga schaffte. Wenn nun seit der Geburt dieses, damals immerhin schon traditionsreichen Vereins viel Pionierarbeit für den Fußballsport geleistet worden war, so erschien der Wiederaufbau nach dem Zusammenbruch 1945 als eine unlösbare Aufgabe. Es erging uns wie viele anderen Vereinen, sämtliches Vereinsmaterial und Sportbekleidung war entweder von den zuständigen Behörden (Polizei und Bezirksamt) beschlagnahmt oder von dunklen Elementen gestohlen worden. Eine neue Generation trat das Erbe der "Alten" an und verschrieben sich dem Sport und dem Verein mit Leib und Seele, um erneut Pionierarbeit zu leisten, die wohl unter den gegebenen Voraussetzungen der Jahre nach 1945 weitaus schwieriger war als die der Gründerjahre. Durch den kommunalen Sport, der in damaliger Zeit ein Privileg hatte, fanden sich die alten Sportkameraden anfangs nicht bereit, wieder mitzumachen. So blieb es einigen Wenigen überlassen, den Wiederaufbau zu beginnen: Idealisten, eine Handvoll Aufrechter. Ihre Namen nehmen einen besonderen Platz in der Vereinsgeschichte ein: Horst Petzholtz, Ali Kirchner und Willi Messer.

1945

In den Jahren 1945 bis 1949 wollte es trotz etlicher Bemühungen nicht gelingen die für den Fußball notwendige Anzahl von Spielern zusammenzubringen. Erst im Spätherbst des Jahres 1949 konnte es endlich wieder losgehen. Am 29.Oktober 1949 fanden Wochen und Monate, die der Vorbereitung dienten, ihre Erfüllung. Im "Sängerheim" in Tempelhof fanden sich zur Gründerversammlung, unserer Wiedergeburt, alte und junge "Helgoländer" zusammen. Der erste Nachkriegsvorstand wurde gewählt: 1. Vorsitzender : Horst Petzholtz, 2. Vorsitzender: Hans Kasparek, Kassierer: Kirchner, Schriftführer: ebenfalls Petzholtz, Sportwart: E. Behrendt. Der Aufbau einer Jugendabteilung wurde dem Kameraden E.Rolle übertragen. Im Frühjahr 1950 übernahm W.Messer den Aufgabenbereich des Sportwarts. 1949/50 erfolgte die Wiederzulassung zum Spielbetrieb. Wir spielten in Lichterfelde, Halker Zeile. Es wurden zunächst nur Freundschaftsspiele ausgetragen. In der Spielzeit 1949/50 wurde die Lizensierung von den Kameraden H.Kasparek, Liedtke, Behrendt, Kirchner, Hillmann und Petzholtz beantragt und vom Maistrat mit Datum vom 10.Januar 1950 beurkundet. An der Sommerrunde des Jahres 1950 nahmen wir dann im Punktspielbetrieb mit schönem Erfolg teil. Wir erreichten den dritten Platz. Ausschnitte aus einer Notiz der "Fußballwoche"; verdienen es, hier erwähnt zu werden: "Alter Pionier mit Zukunft. Helgoland 97 stürmt vorwärts. Die erste Seniorenmannschaft des "TSV Helgoland 97" ist mit nur einem Verlustpunkt die erfolgreichste Senioren-Elf des VBB in der laufenden Saison. Die ausgezeichnete Zwischenbilanz hatte selbst in Fachkreisen niemand den Tempelhofern zugetraut. Aufstieg auf Anhieb" Der alte Fußballpionier hatte verhältnismäßig spät, erst im November 1949, den Spielbetrieb wieder aufgenommen. Den talentierten Grün-Weißen gelang es sofort, das erste gesteckte Ziel zu erreichen: Aufstieg in die II.Klasse. Hier standen sie wieder souverän an der Spitze, steuerten nach dem ambitionslosen Ausscheiden aus dem Pokal neuer Meisterschaft und weiterem Aufstieg entgegen. Eine solche Erfolgsserie hatten die frühen Jahre nicht gerade vom Schicksal begünstigten "Helgoländer"; in ihrer langen Vereinschronik noch nicht aufzuweisen. Gewiß, die Helgoländer" waren stets ein geachteter und gefürchteter Gegner. Aber jetzt gehörten wir zur ersten Klasse. Spieler wie Elsholz, Petzholtz, Schaffrin, Böhling, Putzschke, Knauth, W.Schulz, Weiß, Schmidt, H.Tesch, Ewald, Münzel, Krüger, Block, Grüner, E.Schridde waren die Elite unseres Vereins. Zur Festigung der Kameradschaft innerhalb der Mannschaft wurden an spielfreien Sonntagen Freundschaftsspiele abgeschlossen. Mit Freuden denken wir an erfolgreiche Spiele gegen Lehnin, Gonna u.a. zurück. Was wurde dort geflachst. In den Pokalspielen wurden wir erst von der Vertragsmannschaft von Minema 93 gestoppt. Bis zum Jahre 1959 spielten wir mit wechselndem Erfolg in der 1.Klasse. Die Saison 1959/60 brachte eine herbe Enttäuschung für den Verein, denn die "Moppel" Schmidt trainierte Elf landete abgeschlagen auf dem letzten Platz und mußte absteigen. Trotz aller Bemühungen konnte auch die II.Klasse nicht gehalten werden. Es fehlten am Ende drei Punkte, und so mußten wir den bitteren Weg in die III.Klasse antreten. Der einzige sportliche Lichtblick war das Vordringen im Pokal, wo wir bis unter die letzten 16 kamen und erst gegen den Amateurmeister Union 06 ausschieden.

1961

Im März 1961 verstarb einer der verdientesten Helgoländer: Richard Ettlich. Viele verließen den in die unterste Klasse abgerutschten Verein, es begannen schwere Tage. Aber auch jetzt fanden sich wieder Männer, die das Schlimmste verhinderten. Zu den bewährten Spielern Scobel, Boegens, Balewski, Nupnau und Petzhold kamen die Neulinge Pfeiffer, Spittel, Dreßler, Henning sowie die Rückkehrer Schröter und "Henna" Kurzawa. Der neue Trainer G.Hartleben (BBC Südost) verstand es, aus diesen Spielern eine kampfstarke Truppe zu formen, die eine unerwartete Meisterschaft und damit den Aufstieg in die II.Klasse schaffte. Im Pokal erreichten wir wieder die letzten 16 und wurden erst durch den Berliner Meister Hertha BSC an der "Plumpe" mit 0:5 aus dem Rennen geworfen. Es wurde nach Jahren erstmalig wieder in der übrigen Bundesrepublik gespielt. Bis in das Jahr 1971 konnte die B-Klasse gehalten werden. Der Sportkamerad Goehdicke begann im selben Jahr eine neue Jugendabteilung aufzubauen, die später der Kamerad Peitz mit großem Erfolg für unseren Verein leitete.

1972

1972 war es wieder einmal soweit. Der Abstieg der 1.Männermannschaft war nicht zu vermeiden. 1973/74 erlebte der Verein einen absoluten Tiefpunkt auf sportlichem Gebiet. Mit nur noch zwei spielenden Seniorenmannschaften wurde die Serie beendet. Neuzugänge aus der Amateurabteilung von Blau Weiß 90 mit ihrem Trainer Hans Jürgen Krumnow sorgte dann aber wieder für frischen Wind. Die Serie 1974/75 konnte mit drei spielenden Mannschaften begonnen werden. Neben der positiven Entwicklung auf sportlichem Gebiet in dieser Zeit ist auch die erste Ausgabe der Vereinszeitung "Helgoländer Fußball Ausblick" unter der Leitung der Kameraden Hahn und Treutmann zu melden. Im November 1975 stellten sich die ersten sportlichen Erfolge ein. Der Kindl-Offensiv-Pokal wurde von der ersten Mannschaft nach Mariendorf geholt. Leider wurde anderseits das angestrebte Ziel - Aufstieg - nicht erreicht. Eine Gymnastik- und eine Damenkegelgruppe wurde in diesem Jahr gegründet. Die erste Seniorenmannschaft konnte auf Grund einer großen Leistung in Verbindung mit einer neuen Klasseneinteilung im Spieljahr 1975/76 die B-Klasse erreichen und halten können. Am 21.8.1976 ging unser Ehrenvorsitzender Richard Fuhl für immer von uns. 1977 belegte die 1.Herren einen Mittelplatz; die Jugendabteilung hatte sieben Mannschaften und reiste sogar bis nach Schweden. 1978 verstarb unser Kamerad Eugen Wagenhaus. In diesem Jahr gehörten dem Verein neben 12 Fußballmannschaften, zwei Damenkegelgruppen und eine Volleyballgruppe an. Die 1. Und 3.Herren verpaßten nur ganz knapp den Aufstieg in die nächst höhere Spielklasse. Alle Mannschaften spielten in dieser Serie auch außerhalb Berlins. Die Senioren und die 1.Herren reisten nach vielen Jahrzehnten wieder einmal nach Prag. Eine zeitgemäße Neuheit im Fußballsport fand auch bei den Helgoländern ein offenes Ohr. Die Brust der Jerseys unserer Spieler zierte erstmalig der Name unseres Sponsors Vester & Niemann. Eine finanzielle Hilfe, auf die der Verein nicht verzichten konnte. Sehr erfreulich war in diesem Jahr, daß eine komplette A-Jugendmannschaft in den Herrenbereich überwechselte und für frisches Blut sorgte. 1979 schafften die 1.Herren wieder den Aufstieg in die Kreisliga B. Im letzten Spiel gegen den Ortsrivalen Adler Mariendorf feierten die Helgoländer vor 800 Zuschauern in der Markgrafenstraße diesen Erfolg mit einem wahren Volksfest. Den sportlichen Erfolg des Vereins komplettierte die 4.Herren mit dem Aufstieg in die Landesliga. Die Jugend stand da ebenfalls nicht nach. Die C-Jugend schaffte mit Trainer Dieter Betzien den Sprung in die Sonderklasse. Ein erfolgreiches Jahr.

1980

1980 verstarb unser Kamerad Walter Lorenz. Den für diese Serie angestrebten "Durchmarsch" in die Kreisliga A schaffte die 1.Herrenmannschaft nicht; belegte aber den 6.Platz in ihrer Liga. Erstmals wurde eine Jungliga-Mannschaft gemeldet, um einen sinnvollen Unterbau für die Herren zu schaffen. 1981 gab es beim TSV Helgoland 97 gravierende personelle Veränderungen. Nach 21 Jahren Vorstandsarbeit kandidierte der Vorsitzende Günter Nupnau nicht mehr wieder ; er übernahm den Vorsitz des Spielausschusses im Verband Berliner Ballspielvereine und wurde Mitglied des Spielausschusses des Deutschen Fußballbundes. Neuer 1. Vorsitzender wurde Harald Hahn. In seiner Vorstands-Mannschaft arbeiteten die Kameraden Weiß, Zaiser, Treutmann, Petzholtz, Kensch und Nauheimer mit. Im selben Jahr schieden auch die Kameraden Peter Peitz und Dieter Junghänel aus der Jugendarbeit aus. Die 1.Herren verpaßte in zwei Ausscheidungsspielen leider wieder den Aufstieg. Die erstmals gemeldete Altliga-Mannschaft bestand ihre Bewährungsprobe. 1982 muß der Vorstand bereits wieder ergänzt werden, da die Kameraden Treutmann und Kensch ausscheiden. Für sie traten die Kameraden Reichel und Manfred Schulz in die Vereinsführung ein. Die 3.Herren schaffte den Aufstieg in die Landesliga. Erfreulich war die Tatsache, daß damals sieben Schiedsrichter für den Verein amtierten. Leider schrumpfte die Jugendabteilung auf 3 Mannschaften zusammen. Es verstarb unser Kamerad Wolfgang Reiter. Aber es war wieder einmal ein besonderes reisefreudiges Jahr. Alle sechs Herrenmannschaften besuchten befreundete Vereine in allen Teilen der Bundesrepublik. Der 85.Geburtstag des Vereins wurde mit vielen sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten gefeiert. 1983 trat der Schatzmeister Reichel zurück und Detle Schmidtkunz wurde sein Nachfolger. Nach 32 Vorstandsjahren kandidierte der Kamerad Horn Petzholtz nicht mehr, weil seine Gesundheit leider sehr angegriffen war. Durch sein Ausscheiden entstand dem Helgoländer Führungsstab ein großer Verlust. Sein Fleiß und seine Zuverlässigkeit waren stets vorbildlich. Das Ehrenmitglied und Träger der Ehrennadel in Gold erhielt eine Ehrengabe als sichtbare Anerkennung seiner Leistungen. Der Kamerad Erhardt Weiß wurde für seine 20jährige Vorstandsarbeit mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet. 1984 kandidierte der Kamerad Hahn nicht mehr für den Vorsitz. Axel Lange übernahm die Leitung mit den Mitarbeitern Lembke, Lasch, Ullrich, Schmidtkunz und Karin Lowack. Die 1.Herren stieg in diesem Jahr in die C-Klasse ab. Das Stadionfest der TSV Helgoland 97 wurde zum ersten Mal und mit großem Erfolg durchgeführt. Für den Verein wurde es immer schwieriger, eine Heimat zu finden. Es gab kaum noch Lokale mit Vereins- und Sitzungszimmern im Bereich des Volksparks Mariendorf. Der Verein meldete erstmalig eine Fußballfreizeitmannschaft im Verband. Es wurde auch eine "Purzelgruppe" ins Leben gerufen. Damit wurden Mädchen und Jungen im Alter von 3-6 Jahren an den Sport herangeführt. Als bester Schiedsrichter der Oberliga wurde der Helgoländer Schiedsrichter Wolfgang Haupt vom Berliner Fußball-Verband ausgezeichnet. 1985 verstarb am 17.Februar unser Horst Petzholtz nach schwerem Leiden. Für die ausscheidenden Kameraden Lembke und Ullrich wurden die Kameraden Weiß und Gaertner in den Vorstand gewählt. Der Kamerad Ullrich arbeitete in der Jugendabteilung weiter, in der die A-Juniorenmannschaft das Aushängeschild ist und ihre guten Leistungen mt einer Reise nach Spanien krönt. Neben der schon 10 Jahre bestehenden Volleyballgruppe wurde eine Gymnastikgruppe gebildet. 1986 stieg die 1.Herrenmannschaft wieder in die B-Klasse und die 4.Herren in die Landesliga auf. Zum 90.Geburtstag wurde der Verein von den Kameraden Schmidtkunz, Weiß, Liedtke, Gaertner, Herrmann und Dobrzewski geführt. In den Serien 1988/89 und 189/90 trainierte Kutte Boutry mit seinem Co-Trainer Klaus-Dieter Lück die 1. Und 2.Herrenmannschaft. Unsere E-Juniorenmannschaft wurde 1989 unter Fritz Mewes ungeschlagen Staffelsieger. Im Vorstand saßen 1989 Axel Lange als 1.Vorsitzender mit seiner Mannschaft Joachim Gaertner, Ulrich Liedtke, Wolfgang Müller, Gabi Schüßler und Frank Lindenau.

1990

1990 starb die Ehefrau unseres ältesten Mitglieds, Elisabeth Genowski, und auch Kurt Gödicke ging von uns. Für die Serie 1990/91 übernahm Klaus-Dieter Lück das Traineramt bei den 1. Und 2.Herren. Es gelang der 1.Mannschaft auch in dieser Zeit nicht, aus der letzten Spielklasse aufzusteigen; dagegen konnte die 2.Mannschaft Jahr für Jahr Staffelsieger 1989/90, 1990/91 und 1991/92 werden. Im August 1990 trat Axel Lange aus dem Vorstand zurück und Joachim Gaertner rückte zum 1.Vorsitzenden auf. Seit März 1991 lenkt er die Geschicke unseres Vereins zusammen mit Ulrich Liedtke, Wolfgang Müller, Frank Lindenau als Geschäftsführer und Frank Godau als Kassierer. Aber nicht nur Männer haben bei uns die Hand am Steuer: Christel Schmidtkunz kümmert sich als Jugendleiterin um den Nachwuchs. 1991 starb Wolfgang Siebert, auch er bleibt in unserer Erinnerung. Der Trainer der Serie 1991/92, Jürgen Grützner, trat im Februar 1992 zurück und seither wird unser Flagschiff von Hans-Jürgen Watteroth und dem bisherigen Co-Trainer Lutz Mattern trainiert. Nach einem bemerkenswerten Endspurt gelang der 1.Herren der Aufstieg in die B-Klasse ein weiteres Mal. Ob der nächste Sprung in die A-Klasse gelingen wird, bleibt abzuwarten. Eine ganze Reihe vielversprechender Neuzugänge, die ihrem bisherigen Trainer folgten, erwecken berechtigte Hoffnungen. Die 2.Herren wurde in diesem Jahr erneut Staffelsieger. Die 3.Herren stieg in die Landesliga auf. Die Helgoländer Clubnachrichten erschien im Februar 1992 mit der ersten Ausgabe. Am 23.7.1992 verstarb Erhardt "Molly" Weiß im Alter von nur 51 Jahren. Die verstärkte Aufstiegsmannschaft konnte auch in dieser Saison überzeugen und stieg nach Ende der Saison 92/93 in die Kreisliga A auf. Zum 95.Geburtstag am 26.September erschien der FC Berlin im Volkspark Mariendorf. Die 1.und 3.Herren weilte beim SSV Rantzau in Schleswig Holstein. In der Saison 93/94 konnte die Mannschaft von Trainer Watteroth, die lange gegen den Abstieg spielen mußte, noch den 11.Platz belegen. Gerhard "Mütze" Seidemann schloß sich dem Verein an und ihm folgte eine komplette Damenmannschaft. Das war der Startschuß zum Frauen- und Mädchenfußball bei der TSV Helgoland. Die Mannschaft schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die Landesliga. In der Jugendabteilung spielten vier Mannschaften. Ein leichter Zugang war zu verzeichnen. Am 10.April 94 wurde nach langer Bauzeit das neue Tribünenhaus eingeweiht. 16 Kabinen, ein Kraftraum und ein Mehrzweckraum für Sitzungen und Feierlichkeiten wurden errichtet. Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik erlebten ein peinliches 0:5 gegen Berolina Stralau. Die Saison 94/95 brachte einen Trainerwechsel. Für Hans-Jürgen Watteroth übernahm der Co-Trainer Dieter Eisele das Training. Eine schwierige Saison ohne Neuzugänge sollte uns bevorstehen. Doch in einem "denkwürdigen Spiel" schaffte die Mannschaft am drittletzten Spieltag ein 7:5 gegen SG Eichkamp und sicherte sich den Klassenerhalt und verdarb den Eichkampern den Aufstieg. Unser talentierter Jungschiedsrichter Volker Watteroth verstarb durch einen tragischen Unfall. In der Jugendabteilung konnte die Anzahl der spielenden Mannschaften verdoppelt werden. 8 Jungenteams von den Mini´s bis zur A-Junioren bilden eine komplette Jugendabteilung. Ein großer Erfolg der Jugendleiterin Christel Schmidtkunz und des gesamten Vorstandes. Zwei Mädchenmannschaften., die Mütze Seidemann ins Leben rief, vervollständigen die Jugendabteilung. Die 2.D-Junioren nahmen bei Union Südost an einem Turnier teil, wo sie u. a. gegen den Chemnitzer FC, Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen spielten. Die 1.C-Junioren war in Bremen und spielte gegen Werder Bremen und Rostock. Große Namen für unsere junge Jugendabteilung. Am 21.August 95 verstarb unser Franz "Onkel" Genowski im Alter von 85 Jahren. Er gehörte der TSV Helgoland 58 Jahre an. Die Saison 95/96 hatte in besonderem Maße Höhen und Tiefen. Neuer Jugendleiter wurde Frank Zäbisch. Schiedsrichterobmann Dieter Weber hat es geschafft den Schirikader auf 15 Schiedsrichter zu erhöhen. Die Jugendabteilung meldete 14 spielende Mannschaften, 9 Mannschaften (7 Männer- und 2 Frauenteams) spielen im Erwachsenenbereich. Die Mitgliederzahl stieg auf über 500. Die erfolgreiche Ü50 Mannschaft von Günter Nupnau verpaßte den Einzug ins Pokalfinale nur knapp gegen Hertha BSC. In der Meisterschaft belegte man hinter den Füchsen einen tollen 2.Platz, noch vor Hertha 03 Zehlendorf. Die 1.Frauen wurde Meister der Landesliga und stieg in die Verbandsliga auf. Die D-Juniorinnen unter Trainer Dieter Weber wurde Berliner Hallenmeister und Staffelsieger. Die 4.Herren stieg in die Landesliga auf. Nur die 1.Herren konnte trotz guter Ergebnisse im Pokal (erst im Elfmeterschießen gegen den Verbandligist BFC Preussen 1:1. n. V. in der 3.Runde ausgeschieden) die Kreisliga nicht halten und stieg ab. Ein Traum wurde am 2.August 96 war. Mit Unterstützung unseres Ehrenvorsitzenden Günter Nupnau konnte unser altes Umkleidehaus angemietet werden. Mit Hilfe der Engelhardt Brauerei entstand hier ein neuer Treffpunkt der Helgoländer. Direkt am Platz gelegen ist unser Schmuckstück "Zum Helgoländer Treff" das, was wir uns seit Jahren erträumt haben. Ein Clubheim, das Treffpunkt für junge und alte Helgoländer ist. In der Saison 96/97 schaffte der neue Trainer Peter Neumann, mit 5 Neuzugängen und einer kompletten alten Mannschaft, den Wiederaufstieg. Man wurde mit nur einer Niederlage und fünf Punkten Vorsprung souverän Meister der Kreisliga B. In einer dramatischen Aufholjagd schaffte die 1.Frauen den Klassenerhalt. Mit nur sieben Punkten weit abgeschlagen, kämpfte sich die Mannschaft heran holte Punkt für Punkt und mußte am letzten Spieltag tatenlos zuschauen und hoffen, daß Agrispor und der 1.FC Neukölln ihre Spiele gewinnen. Am Ende hat es mit einem Punkt Vorsprung gereicht. Frank Godau übernahm das Amt des Jugendleiters und wacht über 14 Mannschaften. Die Saison brachte für die noch so junge Jugendabteilung viele Erfolge. Bis auf die 1.B-Junioren konnten alle Teams einen einstelligen Tabellenplatz erreichen. Die A-Junioren unter Trainer Helmut Scholz wurde 4. Die 1.C-Junioren unter Olaf Fremde, wurde 5. der Tabelle und erreichte beim Berliner Fair-Play-Cup den 3.Platz und wurde gesondert geehrt. Die D-Juniorinnen wurden Staffelsieger und verloren das Pokalhalbfinale erst im 9 m Schießen. Die 1. Und die 2.C-Juniorinnen wurden Staffelsieger und eine Auswahl dieser beiden Mannschaften wurde Berliner Hallenmeister und Berliner Pokalsieger. Ein besondere Dank geht an die Trainer Dieter Weber, Andreas Bruhn, Michael Weber und Andreas Heumeier und die Betreuer.

1997

Im Jubiläumsjahr konnte jede Mannschaft ihr eigenes Turnier ausrichten. Diese Turniere gingen von Ende März bis Anfang August. Über 200 Gästemannschaften aus Berlin, dem Umland und dem restlichen Bundesgebiet nahmen teil. Sportliche Höhepunkte waren die Spiele der 1.Herren gegen den ehemaligen Europacupsieger 1.FC Magdeburg am 11.Juli 97 und gegen den Berliner Bundesligisten Hertha BSC. Durch eine hervorragende Organisation des Andreas heumeier konnten wir zum Freundschaftsspiel gegen Hertha BSC 3000 Zuschauer in den Volkspark locken. 5 Fernsehteams wollten über diesen Spiel berichten, denn Hertha ist wieder in. Sämtliche Zeitungen berichteten vor und nach dem Spiel über die Veranstaltung. Wir können uns nur der BZ anschließen, die schrieb: "ein schöner Abend im Volkspark Mariendorf". Das Ergebnis von 1:13 war zweitrangig, denn Hertha BSC spielte mit allen Stars und schon das Anschlußtor zum 1:3 durch Thomas Sedlmair ließ den Volkspark erbeben. Hoffen wir, daß unsere Feierlichkeiten im September ähnlich erfolgreich sein werden und das wir den guten Abschluß der ersten 100 Jahre, einen tollen Start in die nächsten 100 Jahre folgen lassen.

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